EDEN 5000 SCHÖPFERFORUM Wie wir unser Paradies gestalten
#1

DIE ALLUMFASSENDE PRÄSENZ DES ICH BIN

in VISIONEN 08.03.2009 16:18
von Licita • 411 Beiträge

EINE MUSEUMS-RUINE IM GLANZ DES SCHÖPFERLICHTS


Das NEUE MUSEUM in BERLIN ist - anders als sein Name es nahelegt - eines der ältesten Museen der Stadt. Erbaut wurde es in den Jahren 1841 bis 1859 nach Plänen des renommierten Architekten Friedrich August Stüler. Nach hundert Jahren seiner Existenz wurde dieses Baudenkmal kurz vor Kriegsende 1945 schwer beschädigt und erlitt unwiederbringliche Verluste. Wegen der Schwierigkeiten des Wiederaufbaus wurde es zu DDR-Zeiten als Kriegsruine belassen und verfiel in den darauf folgenden Jahrzehnten dramatisch. 2003 begannen die Arbeiten zu seiner Wiederherstellung unter der Leitung David Chipperfields. Durch ihn wurde es sicherlich zu dem am heissesten diskutierten Sanierungsobjekt Berlins, vielleicht sogar Deutschland-weit oder weltweit?! Der international tätige Architekt Chipperfield antwortete jedenfalls auf eine diesbezügliche Frage im Fernsehen mit einem deutlichen "Ja".

An diesem Wochenende nun stand ein Jahrhundert-Ereignis an: drei "Tage der offenen Tür" boten die bei den Berlinern so beliebte Möglichkeit, die leeren Fluchten des fertigen Gebäudes vor seiner Wiedereinrichtung als Museum zu erkunden. Wir ließen uns diese Gelegenheit ebenfalls nicht entgehen, und sie bescherte mir ein unvergleichliches Erlebnis, das nur indirekt mit dem Ort selbst zu tun hatte.

Chipperfields Konzept, nur die noch vorhandenen geringen Überreste des seit 1945 als Kriegsruine verfallenden Gebäudes zu erhalten und nichts vom alten Bestand an Dekoration oder Materialien zu erneuern, was nicht mehr vorhanden war, führte zu extremen Verwerfungen, die von ungeputzten Ziegelfassaden über Reste überlieferter Wandmalereien, deren Löcher einfach nur mit Gips ausgebessert worden waren, bis hin zu komplett neuen, modern ausgestatteten Räumen reichten. So bleiben die Restbestände vergangenen Grauen weiterhin sichtbar.
Es gab in Berlin einen regelrechten Feldzug von erbosten Bürgern, die sich in Vereinen und Gesellschaften gegen diesen Entwurf zusammenschlossen. Emotionen schlugen hoch, zwangen Chipperfield in einigen Fragen zum Einlenken, änderten aber letztendlich nur unwesentliche Details an der Ausführung. Über 200 Mio. Euro hatte der Bau verschlungen, was dennoch als riesiger Einsparungserfolg gefeiert wurde, da Chipperfield die veranschlagte Bausumme von 233 Mio. Euro um 33 Mio. unterschreiten konnte. Für diesen Betrag hätte statt der Erhaltung einer stylishen Ruine auch eine Luxussanierung vom feinsten erfolgen können... Oder aber ein Biosystem errichtet werden... Aber dies alles ist wohl symptomatisch für die Qualität der Zeit.

Wir waren neugierig auf das Ergebnis der Sanierung, da die Museumsinsel direkt vor unserer Haustür liegt und ich ihre Entwicklung seit meiner Kindheit intensiv verfolge. Die Ruine ist mir in deutlicher Erinnerung, ging ich doch jahrelang während des Studiums direkt daran vorbei, um entweder zum Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu gelangen oder aber zum Seminargebäude des Romanischen Instituts (zu meiner Zeit Sektion Romanistik), das dem Neuen Museum direkt gegenüber liegt. Auch in jüngster Zeit waren wir auf unseren Spaziergängen oft an dem Gebäudekomplex vorbei gegangen und hatten die Bauarbeiten mit Interesse verfolgt.

Obwohl wir die Vorgänge in unserer Stadt aufmerksam zur Kenntnis nehmen, hatten wir im Vorfeld gar nichts wahrgenommen, was diesen Termin betraf. Erst am Vortag berichteten die Medien darüber, und eine Internet-Recherche ergab die Öffnungszeiten in diesen drei Tagen. Wir hatten entschieden, am ersten Öffnungstag gleich morgens anwesend zu sein. Als wir uns pünktlich auf den Weg machten, beobachteten wir schon regelrechte Menschenströme, die in immer schnellerem Schritt dem Museum zustrebten. Die Schlange hatte bereits vor der Öffnung beträchtliche Länge erreicht. Bis zu drei Stunden soll die Wartezeit gedauert haben.

Während wir noch in den Kolonnaden am Museum auf Einlass warteten, hatten wir genug Muße, uns die Ergebnisse der äußeren Sanierung genauer anzusehen. Ich blieb unvoreingenommen. Aber er machte zugegebenermaßen einen seltsamen Eindruck auf mich, dieser Mischmasch aus Erhaltenem, fehlendem Putz, geringfügig Ausgebessertem und Neugebautem. Dieser Eindruck, eigentlich eher ein Abdruck, blieb auch noch beim Betreten des Gebäudes erhalten, bis ... ja bis ich den Flachkuppelsaal betrat. Da geschah eine Wandlung in mir, die mir rätselhaft erschien, weil ich sie nicht zuordnen konnte.

Ich wurde schlagartig von einem Gefühl durchströmt, das völlig unabhängig von der äußeren Wahrnehmung blieb. Ich führte es zunächst auf den Raum mit sechs flachen Kuppeln zurück, weil ich annahm, dass es diese Elemente seien, die jene schier unvorstellbare Atmosphäre der Geborgenheit vermittelten, in die ich unversehens eingetaucht war. Ich war von Kundalini durchströmt und wollte den Raum am liebsten gar nicht verlassen. Zu meinem großen Erstaunen hatte Michael nicht - wie sonst meistens - dieselbe Empfindung wie ich und strebte weiter, was angesichts der nachrückenden Menschenmassen auch gar nicht anders möglich war. Anfangs widerstrebend, weil ich diesen "Höhle der Geborgenheit" nicht verlassen wollte, schritt in den nächsten Raum und siehe da - mein Gefühl blieb. Es begleitete mich auf unserem Weg durch das ganze Haus und wandelte sich kaum oder besser: gar nicht. Ich mutmaßte, ob es sich vielleicht um einen alten Kraftplatz gehandelt haben könnte, aber das hätte Michael ebenfalls wahrgenommen. Ich war eingesponnen in einen Kokon, als wandelte ich nicht durch ein Haus mit einer bewegten Geschichte und einem ziemlich umstrittenen ästhetischen Gesicht, sondern als bewege ich mich bereits in EDEN , in den Paradiesen des Biosystem3000. Was ich fühlte, war Glückseligkeit pur, Paradiesgefühl.

Zum erstenmal in meinem Leben verstand ich nicht nur mental, was BEDINGUNGSLOSE LIEBE bedeutet. Gelebt habe ich sie bereits seit einiger Zeit, aber nun wandelte sie sich vom Konzept zum SEIN. Ich lotete genussvoll diesen Zustand aus bis ich verstand, dass er in mir selbst entstand, nicht im Aussen. Die Gespräche mit Michael, der nicht dieselben Gefühle und Wahrnehmungen teilte, sondern stattdessen den Bau und seine Sanierung energetisch betrachtete, konnte ich zwar intellektuell führen, aber ohne wirkliche innere Beteiligung. Ich konnte meine Umgebung mit all ihren Details fast überdeutlich wahrnehmen, aber jedes Bedürfnis nach Be- oder Verurteilung in mir war ausgelöscht, jeder Wunsch darüber nachzusinnen, ob es technisch, ästhetisch oder künstlerisch gelungen, ob es schön oder hässlich sei, war verflogen. Ich begriff, dass Chipperfields Entwurf einer großen inneren Stimmigkeit entspringt und somit vollkommen ist. Was daraus entstand? Es ist einfach wie es ist, ohne Bezug zu mir und meinem Innersten.

Ich erlebte den strahlenden Glanz der IST-heit.

Das Gefühl, das jede Zelle meine Körpers, jeden Bewusstseinsfunken meines Seins mit machtvoller PRÄSENZ erfüllte, war so übergreifend und allumfassend, dass ich entschied, von nun an nichts anderes mehr erleben zu wollen. Ich will und werde es in mein Leben integrieren, nachdem es sich mir einmal gezeigt hat.

Das ist der Zustand, in dem NICHTS ÄUSSERES MEHR ETWAS MIT MIR MACHEN KANN. So fühlt es sich an, wenn jedes persönliche Wollen ausgelöscht ist und die INDIVIDUALITÄT dennoch erhalten bleibt. Dann ist das Paradies Wirklichkeit geworden. Das muss es sein, was Buddha als Nirwana beschrieben hat, als höchstes Glück, wenn keine äußeren Reize mehr die Seelenruhe trüben. Oder wenn - wie in der Lehre des TAO - die Gegensätze vereint und ausgesöhnt sind. Ich erinnere mich an erhitzte Debatten anderer darüber, was die Auslöschung oder Auflösung oder Transzendierung des Egos wohl sei, ob es vorstellbar, möglich, sinnvoll, ja wünschenswert sein könne. Jetzt kann ich sagen, dass keine dieser Überlegungen dem auch nur im entferntesten nahekam, was ich erlebte, was mir entströmte: die Kraft des ICH BIN.

Es geht dabei keineswegs um Flucht aus dem Leben in geistige Sphären, sondern um das Erlangen meines multidimensionalen Schöpfertums, das ohne intensives individuelles Erleben im physischen Ausdruck für mich keinen Sinn macht. Das Licht des göttlichen Selbst durchstrahlt das menschliche Wesen und erschafft auf diese Art seine Manifestationen.
So können wir das Paradies schon jetzt er-leben, ganz gleich wie die Umgebung beschaffen ist. Wir gestalten es aus unserem inneren Sein heraus, das durch keinerlei Verzerrungen mehr behindert wird. Ich wurde gewahr, welche gestalterische Kraft darin liegt, denn in diesem Sein kann man gar nichts mehr erschaffen, was zerstörerisch oder disharmonisch wirkt. Es ist schlicht unmöglich.

Einen fröhlichen Abschluss fand mein Erlebnis in einem Fest der Sinne durch ein nächtlichen Feuerwerk mit Musikbegleitung. Wir beide lieben Feuerwerke, Michael genauso wie ich. Begonnen hatte dies 2002 mit einem grandiosen Feuerwerk zum Chinesischen Neujahrsfest in Berlin kurz vor Antritt unserer China-Reise, auf der wir das Biosystem zum erstenmal vorstellten.
Jedesmal, wenn wir wieder einen Entwicklungssprung getan hatten, wurden wir von unserem himmlischen Team zu einem Feuerwerk gelotst, das die gemeinsame Freude über unsere innere Wandlung mit sprühenden Sternenfunken an den Himmel schrieb.

Ich habe viele Etappen und Stufen der Annäherung an die Liebe und das Paradies-Gefühl erlebt und glaubte immer, nun sie es erreicht und ginge nicht mehr weiter. Jedesmal wurde ich eines besseren belehrt. Es ist einfach schier unglaublich und eigentlich nicht mehr wirklich kommunizierbar, was ich auf diesem Weg erlebe.

Tobias von Crimson Council wiederholte in seinen Shouds oftmals einen kosmischen Witz, dessen Pointe ich bisher nicht wirklich verstanden hatte:

ICH BIN AUFGESTIEGEN UND HABE ALLES VERLOREN.

Das war der Witz. Und was ist die Pointe???

Ich habe alles verloren???

ICH HABE ALLES GEWONNEN!!!



Die Neue Energie ist wahrhaft ausdehnend und unendlich in ihren Möglichkeiten und undefiniert in ihren Ausprägungen, bis meine Schöpfungsabsicht ihr eine Gestalt verleiht.
Meine lautet schon seit jeher:
Biosystem3000 EDEN PROJECT


Licita Geppert
08.03.2009


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Neues Museum Berlin
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Angefügte Bilder:
Neues Museum 20090306_7.jpg

ICH BIN das lebendige Licht, mich stetig wandelnd im goldenen Licht meiner Schöpfung

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