Die Kinder am Wasserfall
Gerade bin ich an meinem Wasserfall angekommen, ich bin ganz allein da.
Vergnügt springe ich ins Wasser, plantsche etwas, dann lasse ich mich entspannt treiben.
Eine Weile später stelle in mich unter das herabfallende Wasser und genieße die Massage auf Schultern und Rücken. Ich schwimme noch ein paar Runden und dann gehe ich zu meinem Ruhefelsen.
Ich breite ein Handtuch darauf aus um eine Weile zu dösen.
Nach einer Weile höre ich plötzlich Kinderstimmen.
Eine Gruppe von 4-8 Jährigen aus unserer Siedlung wollen plantschen. Als sie mich jedoch aus dem Felsen ausmachen bin ich im Nu von ihnen umringt und sie schwatzen fröhlich auf mich ein.
Nun wollen einige der Kleineren sich am liebsten gleich zu mir kuscheln. Aber ich schicke sie erst mal alle zum baden, denn einige sind vom rumstromern und spielen recht schmutzig. :)
Schnell hat sich ein Haufen von Handtüchern neben mir aufgestürmt und schon sind sie alle ins Wasser gestürmt.
Einige der Handtücher sind auf dem Weg hierher offensichtlich auch schutzig geworden und sie reichen auch nicht für die ganze Bande. Also materialisiere ich einfach saubere und genug für alle - schöne, weiße, flauschige Handtücher, in die ein Kind sich ganz einwickeln kann.
Die Kinder, die genug von baden haben und müde sind, kommen zu mir.
Zuerst zwei Kleine, sie wickeln sich in die Tücher und rollen sich wie Kätzen zusammen und kuscheln sich in meine Nähe.
Nach und nach kommen fast alle zum ausruhen, es sind vielleicht 6 Kinder - der Felsen ist groß genug für alle.
Nur drei der Größeren machen eine kleine Entdeckungtour im Wäldchen.
Die Kleineren schlafen ein und da es etwas länger dauern könnte kontaktiere ich ihre Mütter oder Väter telepathisch, um ihnen mitzuteilen, daß die Kinder bei mir sind und ein Nachmittagsschläfchen halten.
Als später die Größeren von ihrer kleinen Tour wiederkommen, wachen auch die Kleinsten wieder auf.
Alle gemeinsam machen wir uns auf den Weg heim zur Siedlung.
Erst ein Stückchen im Wäldchen einen kleinen Hügel überwinden,
dann lichtet sich der Wald und eine kleine Ebene wird sichtbar, an deren Ende an einen kleinen Hang geschmiegt die Siedlung liegt.
Auf dem Weg dahin laufen wir durch die Ebene - eine riesige Wiese mit Gräserfederbüscheln, Margariten,
Klatschmohn und anderen wilden Blumen.
Einge der kleineren Kinder wollten gern meine Hand halten, ich muß lächeln als sie sich meine Hände zu zweit oder sogar kurz zu dritt teilen - ach, deshalb haben wir so viele Finger an einer Hand! :)
Während dessen tragen die Größeren freiwillig unsere Sachen.
Als wir diese Ebene überqueren schwebt plötzlich eine Flugscheibe über uns hinweg.
Ein kleiner Junge ruft erfreut: "Da kommt mein Papa!"
Alle Kinder stürmen los und der Kleine läuft in seiner lustigen Art hinterher, er schlenkert dabei seine Beinchen so, daß ich die Anmutung an ein Fröschlein habe. Lachend schaue ich den Kindern hinterher.
Und das Lächeln bleibt in meinem Gesicht, denn ich weiß, in der Flugscheibe kehren die Männer unseres kleinen Technikteams heim.
Sie organisieren und coordinieren technischer Installationen und den Aufbau neuer Siedlung.
Aber jetzt kommen sie alle Heim und wir werden alle eine schöne gemeinsame Zeit genießen und einige Anläße zum feiern haben.
Den Rest des Weges laufe auch ich voll freudiger Erwartung, genau wie die Kinder....
